Absturzgefahr an den Börsen? Der nächste Schritt

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Liebe Leser,

die Börsen scheinen dieser Tage besonders anfällig zu sein. Der Dax verlor am Donnerstag gleich 3,5 %. Die Notierungen im Dow Jones sind gleichfalls um -2,2 % schwächer geworden. Der Nasdaq 100 verlor bis zum frühen Abend 4 %. Rette sich, wer kann?

Die Leitzinsen, die Leitzinsen..

Die Börsen reagieren auf die Politik der Zentralbanken. Die Politik hat jahrelang mit massiven Schulden die Wirtschaft gepäppelt und dafür niedrige Zinsen oder in der Euro-Zone sogar Negativzinsen benötigt. Dieser Zustand hat zur Inflation geführt – die nicht nur wegen des Kriegs in der Ukraine aus dem Rahmen läuft. Besserung ist dabei nicht in Sicht. Die Herstellerpreise sind zuletzt zweistellig gestiegen, die Großhandelspreise steigen teils um mehr als 20 %. Noch sind diese Preise bei vielen Endkunden gar nicht angekommen.

Die Lohn-Preis-Spirale scheint zu kommen. In Deutschland erhalten die Arbeitnehmer der Stahlbranche 6,5 % mehr (für 18 Monate). Die ungewöhnlich hohe Last bei den Arbeitskosten wird die Produktionspreise weiter erhöhen. Dies kann auf weiteren Handels- und Produktionsstufen zu höheren Kosten führen und schließlich auch die Endkunden treffen. Weitere Branchen werden mit höheren Abschlüssen folgen.

Die Zentralbank in den USA hat nun die Bremse getreten: die Zinsen steigen um 0,75 Prozentpunkte. Die EZB in der Euro-Zone macht sich eher Sorgen um Italien und dessen Schritt in den Staatsbankrott. Die Zinsen werden sehr moderat steigen – im Juli geht es um 0,25 Prozentpunkte nach oben. Die Zinspolitik auf beiden Seiten des Atlantiks lässt die Börsen zittern, da kleine Klarheit darüber herrscht, wohin die Inflationsrate sich bewegen wird. Die Euro-Zone wird den Euro wohl weiter schwächen mit der aktuellen Politik, in den USA wächst die Angst vor einer Rezession – dank der eminent steigenden Zinsen.

Die Börsen honorieren diese verspäteten Reaktionen der Zentralbanken wie oben beschrieben mit erheblichen Abschlägen. Die Märkte haben Angst vor einer Rezession, vor einer weiter ausufernden Inflationsrate und vor weiteren Zinssteigerungen. In diese Gemengelage hinein ist es fast erstaunlich, dass einzelne Unternehmen noch gewinnen.

Im Dax allerdings haben gleich alle 40 Aktien nachgegeben. Die Aktien verloren teils annähernd 10 %. Selbst Unternehmen wie RWE, die in der aktuellen Energiekrise an sich deutlich profitieren sollten, gaben am Donnerstag nach. Die Aktie verlor immerhin -4 % und ist damit auf dem Weg dazu, sich aus dem Aufwärtstrend zu verabschieden. Der Titel ist nunmehr mit einem Abstand von -5,3 % auf den GD100 aus dem mittelfristigen Aufwärtstrend gefallen. Auf den GD200 hat RWE derzeit noch einen Vorsprung in Höhe von 2 %. Jetzt geht es darum, den Aufwärtstrend trotz der schlechten Stimmung am Markt aufrecht zu erhalten. Dies wird mit Blick auf die Vorlage aus den USA schwierig genug.

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