Biogen: Verzögerter Leqembi-Erfolg dürfte Aktie in den kommenden Quartalen anschieben

Liebe Leser, liebe Leserinnen,

die Techaktien-Masterclass-Aktie Biogen gehört wohl zu den größten Profiteuren der Personalisierung und Digitalisierung in der Medizin. Noch ist es ein langer Weg bis zur vollständigen individuellen Medizin und der Produktion passgenauer Medikamente für den Einzelnen, doch auch auf dem Weg dorthin ist Biogen erfolgreich. Dies verdankt der Konzern in erster Linie seinen Forschungsbemühungen – die Ausgaben dafür liegen bei mehr als 2,5 Mrd. US-Dollar jährlich. Die hohen Ausgaben für die Entwicklung neuer Medikamente zahlt sich jedoch nicht nur für das Unternehmen aus, auch viele Erkrankte profitieren. Insbesondere im Bereich der seltenen Krankheiten ist Biogen eine Branchengröße und kann helfen. Erst vor 14 Tagen gab Biogen die Übernahme des auf seltene Krankheiten spezialisierte Unternehmen HI-Biosciences für 1,8 Mrd. Dollar bekannt. HI-Biosciences entwickelt Therapien gegen eine wenig verbreitete chronische Erkrankung des Bewegungsapparats. Aber auch bei weit verbreiteten Krankheiten wie Multiple Sklerose ist Biogen sehr Forschungsaktiv. Zugleich ist ein aktueller Forschungsschwerpunkt mit hohem Gewinnpotenzial die Entwicklung von Therapien gegen die Alzheimer-Erkrankung. Hier hat Biogen mit Leqembi bereits ein Medikament am Markt.

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Die Biogen-Aktie ist neben Cheniere Energie das einzige Papier, das seit Jahresbeginn noch keinen Gewinnbeitrag im Masterclass-Gewinn-Depot leisten konnte. Der Hauptgrund dafür war die Markteinführung von Leqembi. Diese erwies sich als deutlich holpriger als zu erwarten war. Da schnell klar war, dass der kometenhafte Aufstieg wohl zunächst ausbleibt und dementsprechend die Analysten ihre Kursziele stutzten, geriet die Aktie unter Druck. Ein weiterer Grund war die oben erwähnte HI-Bioscience-Übernahme, die als zu teuer kritisiert. Es ist üblich, dass Aktionäre bei Übernahmen skeptisch sind, da Geld aus dem Unternehmen abfließt und ein Deal auch immer mit Risiken behaftet ist. Dies gilt im Biotech-Bereich besonders, da hier der Bieter ein hohes Forschungsrisiko „mitkauft“. Einigen Investoren fehlt da ein wenig die Weitsicht, denn nicht selten erweist sich eine Biotech-Übernahme im Nachhinein als überaus gewinnbringend.

In der zurückliegenden Woche hat sich die Biogen-Aktie erholt und das Team der Techaktien-Masterclass erwartet, dass das Papier in diesem Jahr ihren Tiefpunkt schon gesehen hat. Die Zahlen für das erste Quartal waren ordentlich und Leqembi wird ihres Erachtens ein voller kommerzieller Erfolg. Die Pipeline von Biogen gefällt der Redaktion, die Bewertung ist moderat. Bis zum durchschnittlichen Analystenkursziel sind es aktuell 23% in jüngst aktualisierten Studien werden aber auch schon wieder Preise von über 300 Dollar genannt.

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