Masterclass-Wissen: Der Unterschied zwischen Quantencomputer und Supercomputer

Liebe Leser, liebe Leserinnen,

Woche für Woche erfahren Sie in der Techaktien-Masterclass etwas über die heißesten technischen Trends und über dahinterstehende Unternehmen, die davon profitieren sollten. Heute möchte das Team des Techaktien-Masterclass Börsendienstes Ihnen das Quantencomputing vorstellen und im Zuge dessen auch einen neuen Watchlist-Kandidaten präsentieren. Dieser war über Jahre trotz seiner marktstarken Stellung kein Gewinnbringer für Technologie-Strategien, in 2023 zündete die Aktie dann aber den Turbo. Zunächst aber stellen sie sich der Frage: Was ist Quantencomputing?

Quantencomputing ist ein Bereich der Informatik, der die Prinzipien der Quantenmechanik nutzt, um Datenverarbeitungsprozesse durchzuführen. Es stellt einen fundamentalen Unterschied zur klassischen Computertechnologie dar, indem es so genannte Qubits verwendet, im Gegensatz zu den „normalen“ Bits, die in heutigen Computern verwendet werden. Während Bits entweder 0 oder 1 repräsentieren, kann ein Qubit durch Quantenüberlagerung beide Zahlen gleichzeitig repräsentieren. Dies bedeutet, dass verschiedene Zustände vom Quantencomputer gleichzeitig berechnet werden können statt nacheinander und sorgt für erheblich schnellere Ergebnisse sowie eine höhere Informationsverarbeitungskapazität. Zur einfachen Veranschaulichung eignet sich eine unsortierte Datenbank, aus der Sie einen bestimmten Datenpunkt brauchen. Ein „normaler“ Computer muss wahrscheinlichkeitsgewichtet die halbe Datenbank durchackern, bis der Punkt gefunden ist, der Quantencomputer ist da quadratisch schneller.

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Sind Quantencomputer also die Supercomputer, von denen Sie zum Beispiel in Artikeln über Klimaforschung lesen? – Nein! Quantencomputer sind sogar noch schneller als Supercomputer. Ein Supercomputer ist eine extrem leistungsfähige Rechenmaschine, die traditionelle Computerarchitekturen verwendet, um eine große Anzahl von Prozessoren in parallelen Recheneinheiten zu vernetzen. Supercomputer sind darauf ausgelegt, eine enorme Menge von Berechnungen sehr schnell durchzuführen und eignen sich besonders für Aufgaben, die massive parallele Verarbeitung erfordern. Quantencomputer dagegen nutzen wie oben geschildert die Prinzipien der Quantenmechanik, insbesondere Quantenüberlagerung, Quantenverschränkung und Quanteninterferenz, um Informationen zu verarbeiten. Diese neue Technologie macht sie gegenüber Supercomputer überlegen. Quantencomputer sind jedoch noch in einem relativ frühen Stadium der Entwicklung und ihre praktische Anwendbarkeit ist derzeit noch auf spezielle Probleme beschränkt. Sie können auch sagen: Quantencomputer sind die Supercomputer von morgen.

Die Fortschritte in der Entwicklung sind jedoch groß und eine Reihe großer Tech-Konzerne investiert viel Geld sowohl in Hardware und Software, um von der Technologie zu profitieren. Mit Googles „Sycamore“ und Microsofts „Azure Quantum Plattform“ haben wir bereits zwei heiße Eisen im Feuer. Viel Potenzial sieht das Team des Techaktien-Masterclass Börsendienstes auch in IBMs Quantum Experience Plattform sowie generell beim Pionier im Quantencomputing. Im kommenden Jahr will IBM den ersten quantenzentrischen Supercomputer demonstrieren, bis 2029 sollen die Kunden dann vom IBM Starling-Programm profitieren. Das Team der Techaktien-Masterclass setzt IBM auf die Watchlist und bespricht das Unternehmen im Detail dann zu gegebener Zeit.

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