Lithium: 100% bis 1.000 %-Chancen?

Liebe Leser,

Lithium ist eines der großen Modethemen dieser Tage, Wochen und Monate. Der Rohstoff wird benötigt, um Batterien herzustellen und darüberhinaus dann den E-Mobil-Markt anzutreiben. Der Preis selbst ist zuletzt deutlich gestiegen. Entsprechende Unternehmen können davon massiv profitieren, zeigt sich angesichts der aktuellen Bewertungen. Dies könnte durchaus eine Einstiegschance für Sie sein.

Lithium: Starke Preisentwicklung

Sehen Sie sich die Preisentwicklung selbst an. Es bleiben praktisch keine Fragen, wenn Sie die Notierungen der vergangenen Monate sehen. Der Kurs ist innerhalb der vergangenen 12 Monate um mehr als 100 % gestiegen. Er kletterte ausgehend von 18.000 Dollar auf über 42.000 Dollar je Tonne Lithium. Dementsprechend sollten Sie sich den gesamten Sektor zumindest ansehen.

Es gibt vier Unternehmen, die oft als mögliche Investments genannt werden. Dabei sollten Sie wissen, dass die Unternehmen insgesamt deutliche Schwankungen zeigen können und dementsprechend auch als riskant gelten. Der wichtigste Parameter für Sie, um die Risiken einzuschätzen, ist aber wohl die Marktkapitalisierung.

Es sieht aktuell noch immer so aus, als würden die kleinen Unternehmen am Markt die meiste Aufmerksamkeit erhalten. Dies ist teils zu spekulativ.

Stark: Lithium Americas

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Interessant dürfte aber der Geschichte wegen die Lithium Americas sein. Das Unternehmen hat zuletzt wegen einer Übernahme von sich Reden gemacht. Übernommen wurde die Galaxy Resources für den Betrag von gut 3 Milliarden Dollar. Dabei ist das Unternehmen hinsichtlich seiner Gestaltungsmöglichkeiten sicherlich stärker geworden.

Schon vor der Übernahme waren die Planzahlen für die kommenden Jahr stark. Bis 2025 sollte das Unternehmen eine Kapazität (Förderung) in Höhe von 80.000 Tonnen Lithium haben. Schon 2028 dann wollte der Konzern eine Kapazität in Höhe von 164.000 Tonnen erreichen.

Eine zweite Übernahme war sogar – fast – noch spektakulärer. Es gelang, Millennial Lithium zu übernehmen. Dabei soll es dem Vernehmen nach zu einem heftigen Bieterwettbewerb gekommen sein, was wiederum den eigenen Spielraum deutlich erhöht. Denn somit ist das Unternehmen nun auch in Argentinien stark vertreten. Dort kommt Lithium relativ betrachtet recht häufig vor, womit dort die Produktionskapazität steigen soll. In diesem Jahr etwa wird für ein weiteres Projekt geplant, dieses produzieren zu lassen.

Auch in den USA hat Lithium Americas deutliche Perspektiven. Dort hat das Unternehmen Thacker Pass im Portfolio. Dies sei das aktuell größte Vorkommen von Lithium in Nevada, so die Meldungen. Damit soll vor allem ein politischer Schachzug gelingen. Wenn die Förderung dort so gut funktioniert wie erhofft, wird die USA die lokale Aktivität bei der E-Mobilitätswirtschaft unterstützen bzw. diese Stärke zu schätzen wissen.

Die gesamten Übernahmen dienen also der Sicherstellung von Produktionskapazitäten. Dies kann sich in den kommenden Monaten und / oder Jahren auszahlen, wenn der Lithium-Preis weiter steigt. Fraglich ist, was passiert, wenn diese Preissteigerung ausbleibt. Dann wird die Förderung neuer Vorkommen möglicherweise zu kostspielig. Preisniveaus, auf denen dann zu teuer gefördert wird, sind für die einzelnen Vorkommen zumindest in der Öffentlichkeit nicht bekannt. Dennoch gilt es, auch diesen Umstand im Auge zu behalten, so die Meinung von Beobachtern und Analysen. Es gilt, die jeweilige Beurteilung nicht alleine von möglichen Preissteigerungen abhängig werden zu lassen. Schon jetzt sollten die Unternehmen, so jedenfalls das allgemeine Verständnis, nicht zu schlecht aufgestellt sein. Es lohnt sich, die Profitabilität einiger Unternehmen zu betrachten.

Lithium Americas gehört dazu

Lithium Americas gehört zu den Unternehmen, deren Profitabilität aktuell noch nicht zu wünschen übrig lässt. Es gibt Unternehmen, die derzeit noch kein Geld verdienen. Dazu zählt etwa Rock Tech Lithium. Das Unternehmen ist demnach nur darauf angewiesen, dass zahlreiche Projekte funktionieren und nebenher noch der Lithium-Markt Preissteigerungen in größerem Stil erlaubt. Dies nehmen wir zum Anlass, um das Unternehmen von der Liste der in diesem Bereich interessanteren Titel zu nehmen.

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Lithium Americas (WKN A2H6SX) hingegen verdient etwas Geld. Das Unternehmen weist eine Marktkapitalisierung in Höhe von ungefähr gut 3 Milliarden Euro auf. Das ist nicht unbedeutend, denn damit ist es deutlich von den PennyStock zu unterscheiden, die den Markt gleichfalls bevölkern.

Die Zahl zum Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) schreckt Investoren, die auf einen Wachstumsmarkt setzen, auch nicht sofort ab. Das KGV beläuft sich auf gut 50 und ist damit hoch, aber nicht gleich um Dimensionen zu hoch.

Das große Manko: Der Markt hat derzeit den Daumen gesenkt. Die Notierungen sind gerade am Montag um -8 % nach unten gerauscht. Es sieht nach Meinung von Analysten nicht besonders gut für die Aktie aus, da die Kursverluste vor allem stimmungstechnischer Natur sind.

Lithium Americas – schwach

Quelle: Onvista.de, eigene Bearbeitung

Sie sehen im Chart, dass die Kurse unter die Unterstützungen gefallen sind, die sich zuletzt aufgebaut haben. Die Notierungen haben dabei insgesamt in den vergangenen vier Wochen etwas mehr als 10 % verloren. In drei Monaten ging es um -20 % abwärts.

Auf der anderen Seite sehen Sie gleichzeitig, dass die Kurse seit Herbst insgesamt sogar etwas zugelegt haben. Hier hat vor allem die Euphorie – die sich langsam selbst korrigiert – eine größere Rolle gespielt.

Technische Analysten halten den Kurs sogar noch für gut. Die Aktie hat den GD200 bei 20,02 Euro noch nicht unterkreuzt. Lediglich der GD38 und der GD100 bei gut 24 Euro sowie gut 25 Euro sind inzwischen durch die kräftigeren spontanen Rücksetzer unterschritten. Der Wert ist dennoch aus Sicht der technischen Analysten noch vergleichsweise stark.

Die Aktie hat langfristig betrachtet ein positives Momentum – dies sogar recht deutlich. Zudem ist die langfristige Relative Stärke nach Levy gleichfalls klar zu messen. Der Vorsprung auf einen Trendwechsel ist langfristig betrachtet mit 15 % bis 20 % recht deutlich.

Die Aktie kämpft vielmehr mit den kurzfristigen Trend-Indikatoren. Bei einer hohen Volatilität von gut 78 % in den vergangenen 30 Tage sind kurzfristige Betrachtungen jedoch nicht so ergiebig wie die langfristige Bewertung des Trends. Schwankungen sind bei diesem Wert offensichtlich jederzeit möglich.

Eine Dividenden-Alternative: Albemarie

Dennoch: Wer im Bereich Lithium investieren möchte, wird diese Aktie betrachten müssen. Eine Alternative dazu ist der Wert von Albemarie mit der WKN 890167. Der Titel ist wesentlich mehr wert (Marktkapitalisierung in Höhe von gut 23 Milliarden Euro). Zudem ist die Aktie mit einem KGV in Höhe von etwa 28 deutlich günstiger. Sie könnten sogar eine Dividende beziehen. Die Dividendenrendite für Albemarie beläuft sich auf insgesamt 0,6 %. Dies ist ein ordentlicher Wert, der sicherlich auch für Fonds institutioneller Investoren interessant ist.

Ich persönlich werde in den kommenden Woche Lithium-Werte weiterhin begutachten und ggf. in den Depots aufnehmen – die E-Mobilität spielt nun eine wichtige Rolle für Investoren wie auch für die Menschheit insgesamt.

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