Nebenwerte: Neue Top-Dividenden!

Liebe Leser,

wenn die Börsen wie aktuell in unruhiger Verfassung sind, bieten sich altbewährte Strategien an. Es gibt Nebenwerte und Technologie-Aktien, die Wachstumschancen und schon laufende Gewinne bzw. Ausschüttungen von Dividenden verbinden. Gerade im Nebenwerte-Segment empfehle ich Ihnen daher, auch diese Aktien zu beachten. Ich werde Sie im Techaktien-Masterclass in Zukunft gleichfalls beobachten, vor allem, da die Kursentwicklung insgesamt derzeit in diesen Märkten wie beschrieben schwankend ist.

Zwei der attraktivsten Werte stelle ich Ihnen bereits in diesem Letter vor. Dies ist zum einen das deutsche Telekommunikationsunternehmen Freenet mit der WKN A0Z2ZZ. Das Unternehmen bietet Ihnen eine Dividendenrendite in Höhe von 6,1 %. Das wiederum ist keine Ausnahmeerscheinung, sondern bei diesem Unternehmen eine Regelmäßigkeit.

Freenet: Besonders stark

Das Unternehmen hat in den vergangenen neun Jahren jeweils zwischen 1,30 und 1,65 Euro je Aktie ausgeschüttet – wann immer es möglich war. Nicht möglich oder sinnvoll war diese Ausschüttung im Jahr 2020, dem ersten Jahr in der Corona-Pandemie. Dies ist wiederum eine nachvollziehbare Einschränkung gewesen, insofern niemand wusste, wie viel Kapital die Unternehmen künftig benötigen würden.

Freenet also hat alles richtig gemacht. Die Dividenden wiederum spiegeln bei diesem Unternehmen ohnehin wider, was die Konzernleitung in den vergangenen Jahren schaffte. Umsatz und Gewinn entwickeln sich ausgesprochen stabil. Diese Entwicklung soll sich allen vorliegenden Prognosen nach in den kommenden Jahren verstetigen. Damit ist auch gesagt, dass Freenet vermutlich in den kommenden Jahren eine ähnlich hohe Dividende wie derzeit auszahlt.

Starke Kursentwicklung: Freenet, ISIN:  DE000A0Z2ZZ5

 

Quelle: onvista.de

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Sie sehen hier seit annähernd 2 Jahren einen sehr starken Aufwärtstrend. Die Notierungen sind um etwa 60 % nach oben geklettert (seit Erreichen des Tiefpunktes im Juni 2020). Die Kurse sind vergleichsweise stabil. Einige Gewinnmitnahmen täuschen nicht darüber hinweg, dass der Kurs entlang immer höherer Tiefpunkte massiv nach oben gestiegen ist.

Die Aktie ist inzwischen aus charttechnischer Sicht deutlich über die Hürden bei 25 Euro hinweg nach oben geklettert. Der Titel hat damit aktuell aus dieser Perspektive keine namhaften Hindernisse mehr vor sich. Vielmehr sollten die Notierungen nun in Richtung von 30 Euro klettern können. Die Kursentwicklung ist durch die eingezeichnete Aufwärtstrendgerade relativ gut nach unten geschützt. Chartanalysten und -algorithmen nehmen solche Unterstützungslinien nicht als absolute Gewissheit, sondern als relative Schutzlinie, die sich oft genug als Trend-Indikator erwiesen hat.

Freenet ist dabei auch technisch betrachtet relativ gut aufgestellt. Die technische Analyse betrachtet Indikatoren wie die Kennzahlen des Momentum in verschiedenen zeitlichen Dimensionen. Auch die Relative Stärke, etwa nach Levy, spielt eine Rolle bei der Beurteilung des Trends. Schließlich werden die Entwicklungen auf Basis der gleitenden Durchschnittskurse in 38 Tagen, in 100 Tagen und in 200 Tagen bemessen. Dieser Maßstab verrät, ob ein Kurs tendenziell im Aufwärtstrend im betrachteten Zeitraum verläuft. Dies wird diagnostiziert, wenn die Notierungen oberhalb der jeweiligen GD-Linie verlaufen.

Die Situation bei Freenet ist positiv. Der Titel hat den GD38 bei 24,47 Euro ebenso hinter sich gelassen wie den GD100 und den GD200. Die beiden längerfristigen GDs wiederum zeigen an, dass die Notierungen schon deutlich in der Aufwärtsbewegung sind. Der GD100 verläuft in Höhe von 23,87 Euro, während der GD200 22,78 Euro erreicht hat.

Zudem sind auch die benannten Kennzahlen auf Basis des Momentum und auf Basis der Relativen Stärke nach Levy im Aufwärtstrend. Unter dem Strich also haben die Kurse von Freenet sowohl für die charttechnisch orientierten Analysten wie auch für die Freunde der technischen Analyse einen Hausse-Modus erreicht. Die Aktie dürfte aus dieser Perspektive steigen, heißt es unisono.

Wirtschaftlich stark

Entscheidend ist aber auch das wirtschaftliche Bild. Das Unternehmen ist in einer Branche aktiv, die mit höherer Sicherheit nicht ganz so konjunkturabhängig ist wie andere Sektoren. Die Telekommunikationsdienstleister verkaufen u.a. Leitungskapazitäten bzw. Verträge für Smartphone-Kunden. Das kann insofern ein lukratives Geschäft sein, als die hohe Inflationsrate zahlreiche Konsumenten davon abhalten könnte, in einen teureren Vertrag zu investieren.

Insofern wird Freenet durch die hohe Inflationsrate nicht zwingend benachteiligt sein, sondern kann auch unter diesem Aspekt nach oben durchbrechen, so die Erwartung. Die wirtschaftlichen Kennzahlen jedenfalls sind recht verlockend.

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So hat Freenet derzeit ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) in Höhe von 14,5 (auf Basis der Zahlen aus dem Jahr 2021). Die Gewinne werden in diesem Jahr 2022 den Erwartungen nach etwas zurückbleiben. Wie stark sich die hier eingepreisten Konjunkturerwartungen niederschlagen, ist noch nicht zu bemessen. Dennoch wird die Aktie mit einem möglichen KGV in Höhe von 23 noch relativ günstig sein. 2023 dann sollen die Gewinne bereits wieder steigen, womit sich auch ein günstigeres KGV errechnen würde.

Die Dividendenrendite wiederum zeigt, dass das Unternehmen hohe Gewinne erwirtschaftet und diese auch mit den Eigentümern, also den Aktionären teilt. Für das abgelaufene Jahr 2021 wird eine Dividendenrendite in Höhe von mehr als 6,7 % erwartet. Für das laufende Geschäftsjahr würde sich anhand der derzeitigen Erwartungen eine Dividendenrendite in Höhe von etwa 6,2 % errechnen. Behält Freenet seine Ausschüttungspolitik – erwartungsgemäß – bei, wird die Dividendenrendite für das Jahr 2023 wiederum auf ungefähr 6,4 % taxiert. Damit ist das Unternehmen bei den Nebenwerten einer der dividendenstärksten Titel.

Die Aktie ist dennoch nicht nur und durchgehend positiv besprochen worden. Unter anderem sind einige Bankanalysten, die sich in der Minderheit befinden, skeptischer. Dennoch werde ich die Aktie von Freenet als Technologie-Chance und als Nebenwert gleichzeitig in meinem Informationsdienst für Sie berücksichtigen und dort auch besprechen.

Es gibt einige weitere interessante Gelegenheiten, von denen ich Ihnen zumindest eine benennen möchte.

Lumen Technologies: Gut 8,5 % Dividendenrendite

Die Aktie von Lumen Technologies ist noch nicht in meinen Depots vertreten. Dennoch ist der Titel interessant. Das Unternehmen bietet den aktuellen Zahlen nach für seine Aktie eine Dividendenrendite in Höhe von immerhin 8,8 %. Die Unternehmung ist im Bereich der Telekommunikationsdienstleistungen für Privatkunden unterwegs. Zudem bietet Lumen Technologies den Kunden Videodienste. Die Kennzahlen sind teils interessant.

Die Aktie hat bezogen auf das 2023er (!)- Ergebnis ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) in Höhe von 11,5. Das ist vergleichsweise niedrig, wobei das Risiko für Investoren wiederum als relativ hoch gilt. Erstaunlich ist die Dividendenrendite – denn die wird sich 2023 den aktuellen Erwartungen nach gegenüber 2022 nicht verändern. Investoren würden also in beiden Geschäftsjahren Auszahlungen erhalten, die weit über dem Durchschnitt liegen.

Börsen sind bei Lumen Technologies unruhig

Nicht verschweigen möchte ich an dieser Stelle, dass die Börsen sich bei dem Unternehmen und seiner Aktie relativ unruhig zeigen. Die Notierungen sind in den vergangenen fünf Tagen um gut 8 % nach unten gerutscht. In einem Monat hat die Aktie damit minimal verloren. In drei Monaten ging es unter dem Strich um mehr als 8 % nach unten. Innerhalb eines Jahres konnte der Titel sich nicht mehr auf dem vorhergehenden Niveau halten und büßte ungefähr 10 % ein. Die Börsen sind ersichtlich nicht sonderlich überzeugt. Dies gilt sowohl statistisch wie auch charttechnisch betrachtet. Die Notierungen sind allerdings nicht so unbeobachtet geblieben, wie es der unbekannte Unternehmensname vermuten lassen könnte. Der Konzern hat eine Marktkapitalisierung in Höhe von mehr als 10,3 Milliarden Euro.

Wirtschaftlich betrachtet ist die Zurückhaltung an den Aktienmärkten zumindest erstaunlich. Die Ergebnisse lassen derzeit keine besonders negativen Aspekte zurück. 2021 wurde ein Ergebnis in Höhe von 1,76 Euro je Aktie erzielt. Das entspricht einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) in Höhe von fast 7. 2022 wird erwartet, dass die Ergebnisse deutlich sinken. 1,18 Euro je Aktie würden dennoch zu einem KGV von nur 8,4 führen. Auch dies ist ein akzeptabler Wert an den deutschen und auch an den internationalen Aktienmärkten.

Interessant ist die relative Stabilität der hohen Dividendenrendite. Im Jahr 2020 errechnete sich eine Dividendenrendite in Höhe von immerhin 10,2 %. 2021 werden 8,8 % ausgeschüttet (Dividenden beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2021). Auch 2022 und 2023 werden wie eingangs beschrieben Dividendenrenditen in etwa in derselben Höhe wie bislang erwartet.

Die Kurse halten ersichtlich noch nicht mit. Dabei hat die Aktie aus Sicht der Chartanalysten und der statistischen Analysten einen relativen Seitwärtstrend mit leicht sinkenden Erwartungen erzeugt. Die Analysten der technischen Analyse sind hier weniger optimistisch als bei der oben genannten Aktie von Freenet. Hier sind die Kennzahlen im roten Bereich.

Der GD38 als kurzfristiger Indikator ist bei 10,36 Euro etwa gut 5 % oberhalb des Aktienkurses. Die Aktie verläuft zudem unterhalb des GD100, der bei 10,77 Euro fixiert wurde. Damit fehlen annähernd 10 %, um einen Aufwärtstrend im mittelfristigen zeitlichen Zeitraum zu realisieren. Der GD200 ist allerdings noch etwas höher angesiedelt. Die 200-Tage-Linie verläuft in Höhe von 11,23 Euro. Dies entspricht einem Abstand von ungefähr 15 % zum aktuellen Aktienkurs. Demnach ist die Aktie aus technischer Sicht in allen zeitlich interessanten Dimensionen derzeit im Baisse-Modus.

Auf der anderen Seite gilt es zu erwähnen, dass ein kleiner Aufwärtslauf die Einstufung in den Abwärtstrend schnell wieder aus den Angeln heben kann. Die Aktie von Lumen Technologies wird gegebenenfalls an den hiesigen Börsen etwas unterschätzt.

Im Vergleich ist die Aktie von Freenet allerdings sowohl statistisch wie auch charttechnisch und technisch betrachtet in einer etwas besseren Verfassung als Lumen Technologies.

Als Fazit lässt sich sicherlich darauf verweisen, dass die beiden Titel als Nebenwert, als Technologie-Unternehmen wie auch als Dividendenwert ein höheres Interesse auslösen werden. Freenet dürfte bei gutem Verlauf zwar etwas weniger Potenzial bieten, aber die deutlich größere Sicherheit bezüglich der Kursentwicklung aufweisen. Insofern werde ich vor allem diese Aktie für die Depotaufnahme im Tech-Aktien Masterclass jetzt unter Beobachtung stellen.

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